Gerechtigkeitslab
In diesem Blog bietet StopArmut eine Reihe von Artikeln an, in denen bestimmte Themen vertieft werden. Im Gerechtigkeitslab werden Ideen aufeinandertreffen und ausgetauscht … und vielleicht entsteht daraus sogar etwas Neues?
Jedes Jahr setzen wir uns in diesem Labor mit dem StopArmut-Jahresthemas auseinander. Im Jahr 2025 lautet dieses: Schwerter zu Pflugscharen – von Reaktionen auf bewaffnete Konflikte
Letzte Beiträge
„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)
Si vis pacem, para bellum (Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor). Dieses bekannte lateinische Sprichwort spiegelt die Volksweisheit wider, dass die Vorbereitung auf den Krieg der beste Weg ist, um Frieden zu sichern. Die dahinterliegende Logik lautet: Wenn Krieg droht, muss die Bevölkerung bewaffnet werden, um sich auf den Konflikt vorzubereiten, denn nur so könnten Schwache geschützt und Sicherheit für alle geschaffen bzw. aufrechterhalten werden. Diese Logik veranlasst viele Nationen dazu, ihre Militärbudgets massiv zu erhöhen.
Was passiert nach einem Verbrechen mit den Menschen, die davon betroffen sind? Oft hinterlässt das tiefe Spuren – nicht nur materiell, sondern vor allem emotional und es bleiben Fragen und Wunden zurück, die kein Gerichtsurteil zu heilen vermag: Warum ist das geschehen? Warum war ich betroffen? Und was brauche ich, um mit den Folgen weiterleben zu können? Während das klassische Justizsystem sich in erster Linie darauf konzentriert, Schuld festzustellen und Strafen zu verhängen, verfolgt die Restaurative Justiz (RJ) einen anderen Ansatz: Sie schafft Räume, in denen Opfer, Täter und Beteiligte wieder miteinander sprechen können – nicht um Schuld zu verteilen, sondern um Heilung, Verantwortung und neue Perspektiven zu ermöglichen.
Die UNO bezeichnet den Klimawandel als „Bedrohungsmultiplikator“ (threat multiplier): Er verursacht nicht zwingend Konflikte, verschärft jedoch bestehende soziale und politische Spannungen. Klimakatastrophen verstärken diese Dynamiken zusätzlich, insbesondere im Globalen Süden, und erhöhen damit das Risiko (bewaffneter) Konflikte. Darum müssen Fragen der Umweltgerechtigkeit nicht nur als Nachhaltigkeits-, sondern auch als Friedensfrage verstanden werden. Der Wille wird vielerorts formuliert, die Umsetzung jedoch bleibt herausfordernd. Genau diesen Herausforderungen stellte sich Damaris Eschbach im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Integrated Building Systems an der ETH Zürich – ein Friedensengagement einer etwas anderer Art.
«Kriege werden niemals aus altruistischen Gründen geführt. Sie werden in der Regel um der Hegemonie willen geführt, aus geschäftlichen Gründen. Und dann ist da natürlich noch das Geschäft des Krieges selbst.» – Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Aktivistin.
Welche Verbindung gibt es zwischen Armut, Gerechtigkeit und bewaffneten Konflikten? Eine Antwort des Propheten Micha:
Pierre Lukaszewski von MEDAIR befasst sich mit den Herausforderungen von Frieden und Krieg für die Arbeit von NGOs.
«Ich wünschte, er würde einfach sterben», sagte mein Kollege erbittert – gemeint war der Aggressor eines grauenhaften Krieges. Diese Aussage mag zunächst schockierend wirken, denn man «darf» doch niemandem den Tod wünschen. Zudem würde der Tod eines Einzelnen kaum das Ende eines Konflikts bedeuten. Doch die Aussage bringt eine innere Spannung zum Ausdruck, mit der wir derzeit wohl alle ringen:
Was wenn unsere Besessenheit von Gewalt als Lösung eine Illusion wäre? In einer Zeit, in der Nationen sich bewaffnen und Konflikte auflodern, zeigt uns das Kreuz Christi einen radikalen Weg: das Böse besiegen, indem man sich schlagen lässt. Eintauchen in eine göttliche Umkehr, die all unsere Logik auf den Kopf stellt.








