Myanmar: Von Menschen, die bleiben

Wenn man in Yangon ankommt, hat man das Gefühl, in einer ganz normalen Grossstadt gelandet zu sein: Die Strassen sind voller Menschen, geschäftiges Treiben in den Läden und der gewohnt dichte Verkehr einer südostasiatischen Metropole branden um einen herum. Wenn man aus dem Fenster seines Taxis schaut, würde man kaum vermuten, dass bewaffnete Konflikte Myanmar seit Jahren erschüttern.

Worte, die Waffen zum Schweigen bringen

5 femmes avancent sur une route de terre au Guéra, Tchad

Die Provinz Guéra im Tschad ist dafür bekannt, dass hier unterschiedliche religiöse Gemeinschaften friedlich zusammenleben. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der unermüdlichen Arbeit von Menschen, die entschlossen sind, dem Dialog den Vorrang vor Waffen und Rache zu geben.

Berufen zum Friedensjäger und zur Friedensjägerin

„Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann.“ (Johannes 14,27a NGÜ). Dieses Versprechen gab Jesus seinen Jüngern kurz vor seinem Tod – mitten in einer Zeit voller Unruhen und Gewalt. Ein politischer Friede war weit und breit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Die Spannungen zwischen jüdischen Gruppierungen und der römischen Besatzung führten ein paar Jahrzehnte später zur Zerstörung Jerusalems. Was also meinte Jesus mit ‚Frieden‘?

Die Aufstockung der Verteidigungsbudgets ist ein Vorbote des Krieges, nicht des Friedens

Si vis pacem, para bellum (Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor). Dieses bekannte lateinische Sprichwort spiegelt die Volksweisheit wider, dass die Vorbereitung auf den Krieg der beste Weg ist, um Frieden zu sichern. Die dahinterliegende Logik lautet: Wenn Krieg droht, muss die Bevölkerung bewaffnet werden, um sich auf den Konflikt vorzubereiten, denn nur so könnten Schwache geschützt und Sicherheit für alle geschaffen bzw. aufrechterhalten werden. Diese Logik veranlasst viele Nationen dazu, ihre Militärbudgets massiv zu erhöhen.

Restaurative Justiz: Ein Weg zu Heilung, Verantwortung und neuen Perspektiven

Was passiert nach einem Verbrechen mit den Menschen, die davon betroffen sind? Oft hinterlässt das tiefe Spuren – nicht nur materiell, sondern vor allem emotional und es bleiben Fragen und Wunden zurück, die kein Gerichtsurteil zu heilen vermag: Warum ist das geschehen? Warum war ich betroffen? Und was brauche ich, um mit den Folgen weiterleben zu können? Während das klassische Justizsystem sich in erster Linie darauf konzentriert, Schuld festzustellen und Strafen zu verhängen, verfolgt die Restaurative Justiz (RJ) einen anderen Ansatz: Sie schafft Räume, in denen Opfer, Täter und Beteiligte wieder miteinander sprechen können – nicht um Schuld zu verteilen, sondern um Heilung, Verantwortung und neue Perspektiven zu ermöglichen.

Zwischen Datenlücken und alten Denkmustern: Wie kann Forschung friedensförderlich sein?

Die UNO bezeichnet den Klimawandel als „Bedrohungsmultiplikator“ (threat multiplier): Er verursacht nicht zwingend Konflikte, verschärft jedoch bestehende soziale und politische Spannungen. Klimakatastrophen verstärken diese Dynamiken zusätzlich, insbesondere im Globalen Süden, und erhöhen damit das Risiko (bewaffneter) Konflikte. Darum müssen Fragen der Umweltgerechtigkeit nicht nur als Nachhaltigkeits-, sondern auch als Friedensfrage verstanden werden. Der Wille wird vielerorts formuliert, die Umsetzung jedoch bleibt herausfordernd. Genau diesen Herausforderungen stellte sich Damaris Eschbach im Rahmen ihrer Masterarbeit im Studiengang Integrated Building Systems an der ETH Zürich – ein Friedensengagement einer etwas anderer Art.

Die militaristische Spirale: Wie Aufrüstung die Armut fördert

«Kriege werden niemals aus altruistischen Gründen geführt. Sie werden in der Regel um der Hegemonie willen geführt, aus geschäftlichen Gründen. Und dann ist da natürlich noch das Geschäft des Krieges selbst.» – Arundhati Roy, indische Schriftstellerin und Aktivistin.

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