Diese Medienmitteilung wurde von den Christ:innen für Klimaschutz, von denen StopArmut Teil ist, verfasst.
Das ökumenische Bündnis verschiedener christlicher Organisationen begrüsst das Zustandekommen der Initiative als wichtiges Signal aus der Bevölkerung. «Christ:innen für Klimaschutz» ruft Kirchgemeinden, kirchliche Verwaltungen und Pfarreien dazu auf, ihre Finanzanlagen zu überprüfen und konsequent an Nachhaltigkeitskriterien auszurichten sowie
schrittweise in nachhaltige Finanzanlagen zu investieren.
Drei Gründe für ein Ja
Die Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützt die Initiative aus drei zentralen Gründen: Erstens fordert die Initiative ein gerechtes und ökologisches Wirtschaften. Heute fliessen Finanzmittel aus der Schweiz weiterhin in Projekte, die Klima und Biodiversität schädigen. Dies widerspricht der Verantwortung gegenüber der Schöpfung und der Würde aller Menschen, insbesondere jener, die am stärksten unter den Folgen der Klimakrise leiden.
Zweitens verfügt der Finanzsektor über eine enorme Gestaltungsmacht. Banken, Versicherungen und Pensionskassen können durch ihre Investitionen den Übergang zu einer nachhaltigen Wirtschaft entscheidend vorantreiben. Die Initiative sorgt dafür, dass diese Verantwortung wahrgenommen und transparent umgesetzt wird.
Drittens stellt die Initiative das Gemeinwohl über kurzfristige Profitinteressen. Eine nachhaltige Finanzpolitik trägt dazu bei, langfristige Schäden wie extreme Wetterereignisse, Migration und Konflikte zu verringern und eine lebenswerte Zukunft für alle zu sichern.
Finanzplatz mit globaler Wirkung
Der Schweizer Finanzplatz spielt international eine zentrale Rolle. Die Initiative fordert, dass der Schweizer Finanzplatz seine Geschäftstätigkeit konsequent an internationalen Klima- und Biodiversitätszielen ausrichtet. Banken, Versicherungen und weitere Finanzakteure sollen keine Investitionen mehr in fossile Energien und andere klimaschädliche Projekte tätigen. Stattdessen soll Kapital in Vorhaben fliessen, die eine nachhaltige Zukunft fördern. Eine verantwortungsvolle Finanzwirtschaft ist ein entscheidender Hebel, um die Klima- und Umweltkrise zu bewältigen und
kommende Generationen zu schützen.
«Die Schweiz trägt mit ihrem Finanzplatz eine globale Verantwortung. Es ist nicht hinnehmbar, dass weiterhin in Projekte investiert wird, die die Klimakrise verschärfen und die Lebensgrundlagen vieler Menschen zerstören», so Sarah Paciarelli, Kommunikations- und Bildungsverantwortliche beim Frauenbund Schweiz.
Die Anforderungen richten sich an Banken, Versicherungen, Vorsorgeeinrichtungen und weitere Akteure des Finanzsektors. Im Fokus stehen die Auswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – insbesondere in Bezug auf Treibhausgasemissionen und Biodiversität.
Christliche Werte konkret leben
Für «Christ:innen für Klimaschutz» ist die Initiative ein konkreter Weg, christliche Werte in wirtschaftliches Handeln zu übersetzen. Sie verbindet Verantwortung für die Schöpfung mit dem Einsatz für globale Gerechtigkeit und Solidarität.
«Als Christ:innen tragen wir Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Die Finanzplatz-Initiative ist eine konkrete Möglichkeit, diese Verantwortung auch im wirtschaftlichen Handeln wahrzunehmen und politisch konkret umzusetzen», so Milena Hartmann, Fachstellenleiterin und Umweltbeauftragte bei oeku Kirchen für die Umwelt.
Die Unterstützung der Initiative ist damit auch ein sichtbares Zeichen für einen Glauben, der Verantwortung für die Schöpfung übernimmt und sich für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für alle Menschen einsetzt.
Christliche Organisationen sind gefordert
Durch die Klima- und Umweltkrise sind Kirchen und christliche Organisationen gefordert, Stellung zu beziehen und sich für Gerechtigkeit, Nächstenliebe und ein gutes und gelingendes Leben für alle Lebewesen einzusetzen. In einer globalisierten Welt hängen die Schicksale von Menschen in verschiedenen Teilen der Erde zusammen. Die Verantwortung für den Planeten und seine Grenzen wahrzunehmen, ist für Christ:innen Teil ihrer Glaubensverantwortung.
Die Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» besteht unter anderem aus den Organisationen Fastenaktion, Grüner Fisch, HEKS, oeku Kirchen für die Umwelt, StopArmut, femmes protestantes und Frauenbund Schweiz.
Kontakt bei Rückfragen zur Medienmitteilung
Sarah Paciarelli, Frauenbund Schweiz: sarah.paciarelli@frauenbund.ch; 078 331 92 22
Milena Hartamnn, oeku: hartmann@oeku.ch; 031 398 23 45



