Die Mächtigen können den Frieden nicht mit Gewalt erzwingen. Aber wir können ihn in unserem kleinen Rahmen jeden Tag gestalten, indem wir unsere Schwerter zu Pflugscharen umschmieden – eine 3000 Jahre alte biblische Vision, die erstaunlich aktuell bleibt.
Am 31. Oktober 2026 findet im Zwinglihaus in Basel die 17. StopArmut Konferenz statt. Unter dem Thema "Arme Welt – Wie weiter? Wie globale Armut uns prägt und wir gemeinsam dagegen aufstehen können" wollen wir uns Fragen der globalen Armutsbekämpfung annehmen. Im Jahr 2015 verabschiedeten 193 Staaten gemeinsam die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs). Im Zentrum steht SDG 1: Keine Armut, mit dem ambitionierten Ziel, Armut in all ihren Formen weltweit zu beenden – bis 2030. Heute stellt sich die Frage: Was ist aus diesem gemeinsamen Aufbruch gegen die Armut geworden? Was bedeutet es, in einer zunehmend komplexen und unsicheren Welt verantwortungsvoll zu handeln, für eine gerechtere Zukunft für alle?
„Was ich euch zurücklasse, ist Frieden: Ich gebe euch meinen Frieden – einen Frieden, wie ihn die Welt nicht geben kann.“ (Johannes 14,27a NGÜ). Dieses Versprechen gab Jesus seinen Jüngern kurz vor seinem Tod – mitten in einer Zeit voller Unruhen und Gewalt. Ein politischer Friede war weit und breit nicht in Sicht. Ganz im Gegenteil: Die Spannungen zwischen jüdischen Gruppierungen und der römischen Besatzung führten ein paar Jahrzehnte später zur Zerstörung Jerusalems. Was also meinte Jesus mit ‚Frieden‘?
Die Eidgenössische Volksinitiative «Für einen nachhaltigen und zukunftsgerichteten Finanzplatz Schweiz (Finanzplatz-Initiative)» ist mit mehr als 145’000 Unterschriften zustande gekommen. Die nötigen Unterschriften wurden erfolgreich gesammelt. Die Koalition «Christ:innen für Klimaschutz» unterstützt den Vorstoss seit 2024.
Das Parlament hat Ende 2025 beschlossen, die Regeln für den Export von Schweizer Kriegsmaterial zu lockern. Eine breite Allianz aus Parteien, NGOs und Friedensorganisationen ergreift nun das Referendum dagegen. Sie will verhindern, dass Schweizer Waffen künftig leichter in Konfliktregionen oder zu Staaten mit problematischer Menschenrechtslage gelangen.
„Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9)
Im vergangenen Sommer haben Anja Eschbach und ich, Lukas Gerber, Eco Church Network intern evaluiert – bewusst anders. Wir stellten Fragen, deren Antworten wir nicht kannten. Studien zeigen: Die Bewahrung der Schöpfung ist vielen wichtig. Also ein Top-Thema in den Kirchen? Eher nicht. Darum luden wir Personen ein, die das Thema prägen – als Fachleute oder in leitender Verantwortung für viele Kirchgemeinden. Die Evaluation glich einem Laboratorium: Menschen aus katholischer, reformierter und freikirchlicher Tradition (Heilsarmee, Viva Kirche/Chrischona, BewegungPlus) entwickelten gemeinsam neue Perspektiven. Das Ergebnis war kraftvoll und herausfordernd – Wege, die bisher kaum beschritten wurden.
Si vis pacem, para bellum (Wenn du Frieden willst, bereite dich auf den Krieg vor). Dieses bekannte lateinische Sprichwort spiegelt die Volksweisheit wider, dass die Vorbereitung auf den Krieg der beste Weg ist, um Frieden zu sichern. Die dahinterliegende Logik lautet: Wenn Krieg droht, muss die Bevölkerung bewaffnet werden, um sich auf den Konflikt vorzubereiten, denn nur so könnten Schwache geschützt und Sicherheit für alle geschaffen bzw. aufrechterhalten werden. Diese Logik veranlasst viele Nationen dazu, ihre Militärbudgets massiv zu erhöhen.
Die «Initiative für einen nachhaltigen und zukunftsgerichteten Schweizer Finanzplatz» fordert, dass alle Teilnehmenden im Schweizer Finanzmarkt (Banken, Versicherungen, Vermögensverwalter, Pensionskassen usw.) ihr Geld im Ausland so anlegen und vergeben, dass die internationalen Klima- und Biodiversitätsziele gestützt werden. Im Rahmen der Trägerschaft von Christ:innen für Klimaschutz unterstützt StopArmut die Initiative.







