Strukturen globaler Ungerechtigkeit verändern

Workshop mit Marc Jost und Michael Mutzner von Christian Public Affaires, StopArmut Konferenz 2022

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Strukturen globaler Ungerechtigkeit verändern
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30 März 2022
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Zusammenfassung und Erkenntnisse aus dem Workshop “Strukturen globaler Ungerechtigkeit verändern”

Mit Marc Jost und Michael Mutzner

Dieser Workshop nahm insbesondere Bezug auf das UN-Nachhaltigkeitsziel 16 “Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen”. Die UNO Ziele entsprechen auch dem, wofür wir uns als Christen in der Welt einsetzen wollen, meinte Interaction Präsident Marc Jost. Unser Engagement als Changemaker für Gerechtigkeit und Frieden soll ein Ausdruck unseres Glaubens sein, gegenüber Regierenden und der Gesellschaft.

Als Changemaker ist es zuerst einmal wichtig zu verstehen, in welchem System wir uns bewegen, und welche Optionen für Veränderungen uns zur Verfügung stehen. In dem Rechtsstaat Schweiz stehen uns andere Möglichkeiten zur Verfügung, als in einem Land, wo der Rechtsstaat schwächer aufgestellt ist. Die Zugänglichkeit der Behörden, die Meinungsfreiheit, die Religionsfreiheit, die Versammlungsfreiheit etc. geben der Zivilgesellschaft in der Schweiz einen grossen Spielraum und viele Möglichkeiten.

Die Teilnehmer wurden eingeladen, über ihres persönliches Informationssystem nachzudenken. In einer Breakoutsession konnte jeder mitteilen, wie er sich informieren lässt und was er noch verbessern könnte, um sich ein passendes Bild der globalen Ungerechtigkeiten zu machen. Um sich dann als Changemaker einzusetzen, ist es von zentraler Bedeutung, dass man sich gut informiert und sich ein richtiges und möglichst objektives Bild der Situation verschafft, welches sich so gut wie möglich der Wahrheit annähert. Die Animatoren des Workshops zeigten auf, wie ihr eigenes Informationssystem funktioniert. Die Teilnehmer wurden ermutigt die Originalquellen, die sie verfolgen genau zu untersuchen und zudem auch Argumente, die eine andere Sichtweise vertreten zu analysieren.

Um als Changemaker eine gute Strategie aufzubauen, sind gewisse Tools hilfreich. Michael Mutzner präsentierte zwei klassische Tools, nämlich die SWOT Analyse und die Stakeholders’map, die ihm auch in seiner Arbeit beim Lobbyingverein „Christian Public Affairs“ immer wieder dienlich sind. Anhand eines Beispiels, nämlich CPAs Lobbyingsarbeit gegen eine unnötige Verschärfung des Vereinsrechts für kleinere NGOs, aufgrund des neuen Geldwäschereigesetzes, zeigte er auf, wie solche Tools angewendet werden können.

Die Teilnehmer wurden dann eingeladen selber an einer Lobbyingstrategie zu arbeiten. Sie wählten die Thematik der „Langzeit-Nothilfe beziehenden Personen – ein Thema, das in einer Motion von Marianne Streiff thematisiert wird. Die Teilnehmer erarbeiteten eine SWOT Analyse und eine Stakeholder’s map. Sie machten u. A. den Vorschlag, dass diese betroffenen Personen eine Stimme und ein Gesicht brauchten, damit sie sich besser sicht- und hörbar machen könnten. Dafür bräuchte es einen schweizerischen Verein, wo diese Menschen zusammenkommen könnten und ihre Interesse vertreten würden. Dieser Vorschlag wurde von Michael Mutzner and Marc Jost aufgenommen und wird näher geprüft.

Video vom Workshop

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