Willkommen, Stadtkloster Zürich!

Wir freuen uns, dass das Stadtkloster Zürich neu Teil von Eco Church ist. Hier verbindet sich urbanes Leben mit klösterlicher Tiefe, gelebter Spiritualität und Einsatz für Mensch und Umwelt. Mit Projekten wie dem Klostergarten wird erlebbar, wie Schöpfungsbewahrung, einladende Gemeinschaft und Glauben verbunden werden. Wie so ein Engagement ganz konkret aussehen kann, zeigt ein besonderes Projekt des Stadtklosters: Der biodiverse Begegnungsgarten. 

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Stadtkloster Zürich
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12 August 2025
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Leben

Was tun, wenn man nichts tun darf?

Für viele Menschen mit Migrationshintergrund ist das harte Realität: Sie dürfen in der Schweiz nicht arbeiten – nicht nur wochen-, sondern oft jahrelang. Im Bundeshaus wird das immer wieder diskutiert. Doch bis sich Gesetze ändern, braucht es Lösungen im Hier und Jetzt. Manchmal beginnen sie ganz einfach – im Garten. 

Das Stadtkloster Zürich verfügt über ein solches Stück Erde: rund tausend Quadratmeter beim alten Pfarrhaus an der Wiedingstrasse. Schattenlage, alter Baumbestand, wild und verwunschen – dieser Garten lädt zum Weiterdenken und Handeln ein. Statt ungenutzt zu bleiben, wird er zu einem Ort der Begegnung, Beteiligung und sinnvollen Beschäftigung. 

Geflüchtete, die auf ihren Asylentscheid warten, finden hier eine Aufgabe. Sie pflanzen, pflegen, ernten – und erleben Gemeinschaft. Gleichzeitig steht der Garten dem Quartier offen: für Meditation, Familienspiele, Gespräche oder stille Minuten unter Apfelbäumen. Das Stadtkloster bringt Erfahrung mit – aus Gemeinschaftsgärten, Mittagstischen und Projekten mit Geflüchteten, getragen von einem starken Netzwerk engagierter Freiwilliger. 

Nach der ersten Saison: Ein Garten voller Überraschungen

Im Frühsommer sah es nicht vielversprechend aus: keine Rüebli, kaum Salat, die Blumen blieben aus. Doch dann kam alles auf einmal: wilder Blütenteppich am Hang, Tomaten, Zucchetti, Kürbisse, Äpfel in Hülle und Fülle. Daraus entstanden Lindenblütensirup, Apfelmus, Bärlauchpesto und Pflaumenkonfi. 

Doch was wirklich zählte, wuchs zwischen den Menschen: Ein gutes Dutzend Geflüchtete aus der Ukraine, Afrika, Afghanistan, Türkei und Menschen aus Portugal packte mit an.
Es wurde gejätet, gesät, gekocht, gelacht, gebaut und geteilt. Verständigung funktionierte mit Händen, Blicken und ein leichtes „Garten-Deutsch”. Eine kleine Gemeinschaft wuchs heran, verwurzelt im Tun, getragen vom Dazugehören in einer sinnstiftenden Arbeit.  

Was wir gelernt haben?

Es braucht nicht viel, damit Natur und Menschen aufblühen. Aber es braucht Orte. Und Menschen, die ihr Türen öffen und andere bitten, über die Schwelle zu gehen. 

Vielleicht steht irgendwo in deiner Nähe auch so ein Garten. Vielleicht wartest du nur noch auf den richtigen Moment, ihn zum Blühen zu bringen. Wer gern möchte, kann auch im Stadtkloster Zürich selbst vorbeigehen:  

Stadtkloster Zürich, Wiedingstrasse 3, 8055 Zürich 

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