Vorwort
Die eigene Machtlosigkeit inmitten aufsteigender Kriegskulissen in der Weltpolitik kann uns wütend machen, lähmen oder eine latente Angst auslösen. Ähnlich ergeht es, wenn sich beim Aussterben ganzer Tier- und Pflanzenwelten nur wenige Menschen dafür interessieren.
StopArmut hat sich zur Aufgabe gemacht, Menschen auf Ungerechtigkeit zu sensibilisieren. Manchmal braucht es jedoch einen Zwischenschritt, um überhaupt handeln zu können: Inne- und aushalten, nachdenken und meditieren. Kleinen und monströsen Situationen zu begegnen, ohne reflexartig auf Machtmöglichkeiten zurückzugreifen, erfordert innere Stärke.
Machtverzicht macht uns verletzlich. Es ist eine bewusst gewählte „Ohnmacht”. Eine solch gewählte Verletzlichkeit hat jedoch das Potenzial, dass wir mit unseren Ängsten in Kontakt kommen. Das Wissen unserer Begrenztheit verändert zwar noch nicht die äusseren Umstände, aber im besten Fall stellen wir uns – durch bewusstes Innehalten – schier hoffnungslosen Situationen.
Die Fastenzeit lädt ein, diesem menschgewordenen Gott, der sich eine Selbstbegrenzung auferlegt hat, nachzugehen. Auf den Spuren des leibgewordenen Gottes im Menschen Jesus von Nazareth wollen wir mit unserem Menschsein in Kontakt treten. Wir beginnen mit der Verwobenheit mit Erde und Mitmenschen, betrachten unsere Begrenzungen und hängen nach Ostern eine weitere Woche an: Wandel von Ohnmacht zur Vollmacht – ohne Allmachtsphantasien.
Zum Aufbruch dieser inneren Reise können wir wöchentlich donnerstags und sonntags online am Gebet des Stadtklosters Zürich teilnehmen. Der Zoom-Zugang steht auf der letzten Seite des Fastenbegleiters. Wer neue innere Kraft gewonnen hat, kann gern die Webseite von StopArmut besuchen und aktiv werden, sodass ora – beten – und labora – arbeiten – im Wechsel stehen.
Wir als StopArmut-Team wünschen dir viel Mut bei deiner Reise, Momente der Machtlosigkeit auszuhalten und mit neuer Kraft gestärkt zu werden.
Dein StopArmut-Team!
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Bildquelle:
DUERR MANUEL ANDREAS
Flower yellow (Schwerter zu Pflugscharen II)
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