Ziel 11 - Nachhaltige Städte und Gemeinden

Bei Ziel 11 geht es um die Tatsache, dass in den Städten die Mehrheit der Menschen lebt, nämlich 60 Prozent der Weltbevölkerung bis 2030.

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23 Juni 2022
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Wie schön und angenehm ist es, wenn Brüder in Frieden zusammenleben! Psalm 133.1

Die Städte haben wir bei Ziel 9 zum Thema Industrie und Infrastruktur bereits erwähnt. Bei Ziel 11 geht es jedoch um die Tatsache, dass in den Städten die Mehrheit der Menschen lebt, nämlich 60 Prozent der Weltbevölkerung bis 2030. Die Gemeinschaften, die in ihnen entstehen, sind manchmal zerbrechlich und gefährlich. Dieses Ziel fokussiert auf ein gutes Zusammenleben, welches oft umso schwieriger ist, je enger wir zusammenrücken.

Die Probleme, die belebte, insbesondere städtische Gemeinden betreffen, sind vielfältig: Einwohnerzahl, Wohnsituation, Umweltverschmutzung, Verkehr, sanitäre Einrichtungen sowie die komplexe Aufgabe, einer grossen Zahl sehr unterschiedlicher Menschen das Zusammenleben zu ermöglichen. Die Bibel hat viel darüber zu sagen, wie man als Gemeinschaft effektiv und integrativ leben kann, und zwar auf eine Weise, die sie sicher, robust und nachhaltig macht. Es gibt sogar ein griechisches Wort dafür: «Koinonia» bedeutet ein gemeinsames Teilen und eine Teilhabe, wo sich die Menschen gemeinsam engagieren und Verantwortung füreinander übernehmen. Es wird am häufigsten im Zusammenhang mit der Gemeinschaft der Kirche verwendet. Aber die Kirche selbst soll der breiteren Gesellschaft ein Beispiel für Zusammenleben sein, und deshalb hat sie viel zu den Überlegungen in Bezug auf dieses Ziel beizutragen.

Derzeit leben fast eine Milliarde Menschen in städtischen Elendsvierteln. Etwa die Hälfte der städtischen Weltbevölkerung ist einer Schadstoffbelastung ausgesetzt, die mindestens 2,5-mal höher ist als der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Höchstwert. Die Vorgaben, die hinter diesem Ziel stehen, setzen sich hauptsächlich aus solchen nackten Statistiken zusammen. Der Kern, das entscheidende Mittel, mit dem sie erreicht werden sollen, ist jedoch das Engagement der Menschen in den Gemeinden selbst. Die Schaffung einer echten Gemeinschaft ist auf politischer Ebene bekanntlich schwierig. Es braucht Menschen, die sich gemeinsam engagieren, es braucht «Koinonia».

Die heutige Kirche verfügt über enorme Sachkenntnis und Erfahrung im Aufbau von Gemeinschaft, sei es in afrikanischen Slums oder in europäischen Wohnsiedlungen. Wie bei vielen dieser Ziele verfügt sie über die einzigartige Fähigkeit und Motivation, in jeder erdenklichen Gemeinschaft auf der ganzen Welt etwas zu bewirken. Christinnen und Christen können sichere, leistungsfähige, robuste und starke Gemeinschaften nicht nur definieren, sondern auch mitgestalten.

Hier findest du mehr Inhalte, Diskussionspunkte und Handlungsanregungen zu diesem Ziel.

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