StopArmut Konferenz am 1. November 2025
in der Arche Winterthur

Keynotes

Workshopleitende

Künstlerische Untermalung

Songs of Peace

SONGS OF PEACE, ursprünglich ein Musikprojekt des friedenstheologischen Bildungszentrum Bienenberg, ist heute für ihren alternativen musikalischen und theologischen Ansatz als Band bekannt. Sie setzen auf natürliche Instrumente und reduzierte Klänge in Kombination mit elektronischen Elementen. Zu den musikalischen Einflüssen gehören Weltmusik, klösterliche Traditionen und Klangtherapie. 

 Durch ihre Musik wollen sie Werte wie Einfachheit, Authentizität, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und globales Bewusstsein prägen. Neben Lob und Dankbarkeit kommen in ihren Liedern auch Themen wie Not, Zweifel oder der Ruf nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung zum Ausdruck. Einprägsame Melodien laden zum gemeinsamen Singen und Meditieren ein und entfalten als gesungenes Gebet eine eigene Kraft.

Geleitet wird die Band vom Ehepaar Dennis Thielmann und Karin Franz und von Musiker:innen aus der Evangelischen Mennonitengemeinde Schänzli unterstützt.

www.songsofpeace.ch | YOUTUBE | STREAMING-PLATTFORMEN |INSTAGRAM

Impulse aus der Schmiede

Daniel Hedinger 

Geschäftsführer der Kunstschmiede Hedinger, übt das Schmiedehandwerk mit viel Weitsicht und Leidenschaft aus.

kunstschmiede-hedinger.ch

 

Du willst die Referate der Keynotes nochmals in Ruhe nachhören? Die Aufzeichnungen der Konferenz findest du unter folgendem Link.

Videos der Konferenz: Youtube StopArmut

Konferenzort

Adresse

Arche Winterthur
Heinrich-Bosshard-Strasse 2
8405 Winterthur

Anreise per Bus von Winterthur Bahnhof

Bus: B2 Richtung Winterthur, Seen
Haltestelle: Winterthur, Waser

Wir empfehlen die Anreise per ÖV.  Parkplätze gibt es in der blauen Zone (kostenpflichtig) im Quartier rund ums Konferenzgebäude. 

 

Programm

Vormittag

08:30  Türöffnung, Kaffee

09:30 Uhr Start Konferenz, Plenum 1

  • Grusswort Evangelische Allianz Winterthur EAW
  • Besinnlicher Einstieg
  • Künstlerisches Intermezzo: Songs of Peace
  • Referat: Prof. Dr. Laurent Goetschel
  • Künstlerisches Intermezzo: Songs of Peace

11:00 Uhr Pause

11:30 Uhr Workshopblock 1

12:20 Uhr Mittagessen

Nachmittag

13:35 Uhr Plenum 2

  • Referat: Anne Reitsema
  • Künstlerisches Intermezzo: Songs of Peace 
  • Impulse aus der Schmiede: Daniel Hedinger 

14:55 Uhr Pause

15:25 Uhr   Workshopblock 2

16:25 Uhr Plenum 3

  • Besinnlicher Teil
  • Abschluss

17:00 Uhr Ende

Schwerter zu Pflugscharen – von Reaktionen auf bewaffnete Konflikte

 

Konflikte hetzen um den Erdball, flackern punktuell auf, glühen in unseren Gedanken nach. Manche Konflikte dröhnen laut, andere nagen leise, jedoch konstant. Sie sind fern und doch nah, unsichtbar und doch allgegenwärtig.  

Konflikte, wenn ich die Augen öffne, beim Scrollen durch meinen Instagram-Newsfeed, im Rauschen des Radios, in den Erzählungen der SpendenjägerInnen am HB, wenn ich auf ihr «Hesch mr ä Minute?» eingehe. Konflikte, selbst wenn ich die Augen von all den Konflikten da draussen verschliesse und nur in mich hineinschaue. Selbst dort finde ich sie.  

Wie soll ich auf die Konflikte da draussen schauen, wenn schon in mir dieser Kampf tobt? Doch was ist meine innere Unruhe gegen die Kriege da draussen? Kein Vergleich. Verunsicherung. Und genau deswegen spüre ich Schuld. Andere Dimensionen. Doch ganz verdrängen lässt sich dieser Konflikt in mir nicht. Zu real ist die Ohnmacht.  Sorgen und Leiterlispiel-Erleichterung, wenn der Abhang/die Grube vier Felder vor mir ist und ich eine Fünf würfle. Schlechtes Gewissen, wenn es dann meine Mitspielerin erwischt. Betrifft mich ja eigentlich nicht. Oder betrifft mich ja doch, denn wir spielen dasselbe Spiel. Berührt mich nicht. Oder berührt mich ja doch, denn sie ist meine Mitspielerin. Und wieder Sorgen. Vor der nächsten Runde. 

Doch was ist meine Antwort darauf? «Resilienz stärken», schreiben Organisationen überzeugt in ihr Leitbild. „Lautstark anprangern, verurteilen und durch Blossstellung zum Frieden zwingen“, ruft der Aktivismus von der Straße aus. „Geht dich nichts an“, meint die Gleichgültigkeit. 

„Steck dein Schwert weg, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen (Matt. 26, 52)“, lautet die Jesu Anweisung. Mein Schwert wegstecken? Meine Macht aus der Hand geben? Die Möglichkeit, Leben zu nehmen oder auch Leben zu verteidigen? Diese Macht einfach loslassen und mich in eine gewollte Ohnmacht begeben? Ist das dein Ernst, Jesus?  

Unversöhntheit, die Quelle, die Hochdruckwasserpumpe für zwischenmenschliche Konflikte. Mit der Wucht von aus dem Feuerwehrschlauch preschenden Wassermassen, trifft sie den/die andere/n, und den Spritzenden durch ihre Rückstosskraft gleichermassen. Wir brauchen Versöhnung. Wir brauchen Vergebung. Die krallenden Finger am Schwertgriff schlaff werden lassen. Sie schliesslich davon lösen. Einen um den anderen. „Denn alle die zum Schwert greifen…“ Diese Worte Jesu klingen nach. Nicht zum Schwert greifen. Sondern loslassen. 

Stattdessen ergreifen. Die mir entgegengestreckte Hand ergreifen. Ergreifen was mir die Hand entgegenstreckt. Einen Hammer?  

Für die losgelassene Waffe? Das weggesteckte Schwert? «Schmiede es um zu Pflugscharen», ermutigt uns der Prophet Jesaja. «Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spiesse zu Sicheln. Denn es wird kein Volk gegen das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen“ (Jes. 2,4). Zweckentfremden. Umfunktionieren. Upcycling. Das Aufgeben einer leidbringenden Waffe – und das Aufgeben der Macht: der Macht, Leben zu nehmen und Leben zu schützen. Hin zu einem Gerät, das den Boden für neues Leben vorbereitet.  

Rache zu Vergebung. Aggression zu produktiver Kraft. Massive Aufrüstung zu schrittweiser Abrüstung. Werkzeuge des Krieges zu Werkzeugen des Friedens. Von Ressourcen zur Zerstörung zu Ressourcen zur Versorgung. Menschliches Gegeneinander zu gottgewolltem Miteinander. Instrumente der Gewalt zu Instrumenten des Friedens. Schwerter zu Pflugscharen. 

Dafür braucht es keine Weltmacht.  

Schwerpunkte 

  • Bewaffnete Konflikte und ihre Folgen auf Menschen und Umwelt: Wie beeinflussen Krieg und Gewalt das Leben und die Zukunftsperspektiven von Menschen in Konfliktgebieten? Welche langfristigen Schäden entstehen für die Umwelt? 
  • Konfliktbewältigung und Friedensförderung: Welche Rolle können wir als Einzelne, Kirchen, Zivilgesellschaft, Staat und internationale Gemeinschaft bei der Friedensförderung spielen? Ist Pazifismus eine Option? Was bedeutet es, wenn Jesus uns auffordert, das Schwert wegzustecken – und damit Macht abzugeben?  
  • Praktische Übungen zum Umgang mit Konflikten: Wie können Dankbarkeitspraxis, spirituel Rituale, bewusster Medienkonsum und Resilienzstärkung helfen, mit Konflikten umzugehen? 
  • Kirche als Mediatorin zwischen Konfliktparteien und als Ort der Versöhnung: Wie trägt Unversöhntheit zur Instabilität ganzer Regionen bei? Wie kann der Glaube in Konflikten als Ressource zur Versöhnung genutzt werden? Wie kann die Kirche ein Ort der Aussöhnung sein?  

Aussteller:in an der Konferenz: Mehr Sichtbarkeit für deine Organisation

Sei mit einem Ausstellungsstand direkt im Konferenzgebäude gleich neben dem Plenum präsent und nutze die Chance, eure Arbeit einem interessierten und wertebewussten Publikum vorzustellen!
 

Informationen und Anmeldung Markt der Möglichkeiten

 

Im Austellerbereich dabei sind

Prosperita ist eine christlich-ethische Pensionskasse in der Schweiz. Sie verwaltet Vorsorgegelder nach Prinzipien guter Verwalterschaft und christlicher Verantwortung – langfristig, nachhaltig und gemeinwohlorientiert.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist ein Netzwerk evangelischer Christen und Werke in der Schweiz, das Gemeinschaft fördert, den Glauben teilt und in der Gesellschaft Stellung nimmt. Sie verknüpft lokale Gemeinden über Sektionen, beteiligt sich an ethischen Debatten und bietet Raum für Glaubensdialog.

Medair ist eine humanitäre NGO mit Sitz in der Schweiz, die in Krisengebieten tätig ist, um akute Not zu lindern – zum Beispiel durch Gesundheitsversorgung, Versorgung mit sauberem Wasser, Notunterkünfte und Ernährung. Seit ihren Anfängen in den späten 1980ern arbeitet Medair unabhängig von Religion oder Herkunft und legt Wert auf schnelle und effiziente Hilfe.

Die EVP ist eine politische Partei in der Schweiz, die sich auf der Grundlage des christlichen Glaubens politisch engagiert. Sie setzt sich ein für eine Politik, die menschlich, verantwortungsbewusst und sozial orientiert ist und christliche Werte in gesellschaftliche Themen einbringt.

Chance für Morgen stärkt Kinder, Jugendliche und Familien durch Bildungs- und Freizeitprogramme, die Würde, Respekt und Hoffnung fördern. Die Projekte verbinden schulisches Lernen mit Lebenskompetenzen, Gleichberechtigung und gewaltfreier Konfliktlösung – damit junge Menschen ihre Zukunft selbstbewusst gestalten können.

Die Lepra-Mission Schweiz engagiert sich seit über 100 Jahren international im Kampf gegen Lepra, unterstützt Betroffene medizinisch, sozial und durch Bildung und setzt sich für Integration und gegen Diskriminierung ein. Sie arbeitet in mehreren Ländern mit lokalen Partnern zusammen, um Heilung, Früherkennung und menschenwürdige Lebensbedingungen zu ermöglichen.

Mission21 (Evangelisches Missionswerk Basel) ist eine internationale Lerngemeinschaft, die Entwicklungszusammenar-beit, humanitäre Hilfe und interkulturellen Austausch in über 18 Ländern fördert. Ihr Fokus liegt auf Bildung, Friedensförderung, Gesundheitsprojekten, Ernährungssouveränität und der Förderung gerechter Beziehungen in globalen Kontexten.

Das Bildungszentrum Bienenberg in Liestal ist ein Ausbildungs- und Tagungszentrum freikirchlicher und täuferischer Tradition, das Kurse, Seminare und Weiterbildungen zu Theologie, Spiritualität, Konflikttransformation etc. anbietet. Ebenso pflegt Bienenberg Begegnung, Gemeinschaft und persönliche Vertiefung in einem Umfeld, in dem Lernen, Entdecken und Handeln zusammenspielen.

Trägerorganisationen

Sponsoring

Goldsponsoring

Silbersponsoring

Bronzesponsoring

Medienpartnerschaften

Kontaktperson StopArmut Konferenz:

Anja Eschbach

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